Verzeichnis
Drag, Travestie, Crossdressign und die Zwischentöne
Dieses Wörterbuch bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten
Begriffe im Zusammenhang mit Drag, Travestie und Crossdressing
Begriffe im Zusammenhang mit Drag, Travestie und Crossdressing
Definition
Kultureller Kontext
Hauptziel
Beruflichkeit
Publikum
Geschlecht und Identität
Kleidung und Stil
Herkunft des Begriffs
Beispielhafte Vertreter
Ziel und Zweck
Performance-Kunst, oft übertriebene Geschlechterdarstellung
Ursprünglich aus der LGBTQ+ Community, besonders in der Drag-Queen-Kultur
Unterhaltung, Satire, politischer Ausdruck
Künstlerische Darstellung des anderen Geschlechts, oft in Theatern und Shows
Traditionell in europäischen Theatern und Kabaretts
Unterhaltung, oft humorvoll oder musikalisch
Kleidung des anderen Geschlechts tragen, oft aus persönlichen oder Ausdrucksgründen
Weit verbreitet in vielen Kulturen und Gesellschaften
Persönlicher Ausdruck, Wohlbefinden
Alle beziehen sich auf Geschlechterdarstellung
Kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen
Ausdruck von Identität und Kreativität
A
- Androgyn: Eine Mischung aus männlichen und weiblichen Eigenschaften.
- Arbeiten: Der Prozess, bei dem eine Drag-Queen oder ein Performer sein Bestes gibt, oft auf der Bühne.
- Attitude: Haltung und Ausstrahlung einer Person, oft übertrieben und selbstbewusst in der Drag-Community.
- AFAB (Assigned Female at Birth): Eine Person, der bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde.
- AFAB Queen: Eine Person, die bei der Geburt als weiblich zugewiesen wurde und als Drag Queen auftritt.
- Ally: Eine Person, die die LGBTQ+ Community unterstützt, ohne selbst Teil davon zu
B
- Ballroom: Eine Subkultur der LGBTQ+-Community, bekannt für Wettbewerbe in Tanz und Drag-Performance.
- Beard Cover: Make-up-Produkt, das hilft, Gesichtsbehaarung zu verbergen.
- Binding: Das Binden der Brust, um eine flachere Brust zu erzeugen, oft von Drag Kings verwendet.
- Body: Ein Ganzkörperanzug, der oft verwendet wird, um die Silhouette zu formen.
- Beat: Slang für Make-up, insbesondere ein gut gemachtes Make-up.
- Blending: Die Technik, Make-up so zu verblenden, dass keine harten Kanten sichtbar sind.
- Boobs: Künstliche Brüste, die von Drag-Performern getragen werden.
C
- Camp: Ein übertriebener, oft humorvoller Stil, der in der Drag-Kultur häufig zu sehen ist.
- Cinch: Das Tragen eines Korsetts oder Gürtels, um die Taille zu betonen.
- Clock: Erkennen oder bemerken, dass jemand in Drag ist.
- Crossdressing: Das Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts, oft aus persönlichen oder Ausdrucksgründen.
- Cisgender: Eine Person, deren Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt.
- Contour: Make-up-Technik, um das Gesicht zu formen und hervorzuheben.
D
- Drag: Eine Performance-Kunstform, bei der Personen Kleidung und Make-up des anderen Geschlechts tragen, oft übertrieben und glamourös.
- Drag King: Eine Person, meist weiblich, die männliche Geschlechterrollen imitiert.
- Drag Queen: Eine Person, meist männlich, die weibliche Geschlechterrollen imitiert.
- Duck Walk: Ein Tanzschritt, der oft in der Ballroom-Szene verwendet wird.
- Death Drop: Ein dramatischer Tanzschritt, bei dem der Performer sich auf den Boden fallen lässt.
- Duct Tape: Ein starkes Klebeband, oft beim Tucking verwendet.
E
- Echtness: Die Fähigkeit, in Drag so überzeugend wie möglich auszusehen und sich zu verhalten.
- Extravaganza: Eine aufwendige und prunkvolle Drag-Show oder Veranstaltung.
- Eyeshadow: Kosmetikprodukt für die Augenlider, in vielen Farben und Texturen erhältlich.
- Extravaganza Eleganza: Ein besonders beeindruckendes und glamouröses Outfit oder Performance
F
- Face: Das Gesicht eines Performers, oft nach aufwendigem Make-up.
- Fishy: Ein Drag-Queen, die besonders weiblich und natürlich aussieht.
- Frock: Ein Kleid, das von Drag Queens getragen wird.
- Fem Queen: Ein AFAB Queen oder Transgender Frau, die in der Ballroom-Szene performt.
- Foam Pads: Polster aus Schaumstoff, die verwendet werden, um Kurven zu erzeugen.
G
- Gaff: Ein Kleidungsstück, das von Drag Queens getragen wird, um die Genitalien zu verstecken.
- Genderfuck: Eine Art von Drag, die Geschlechterstereotype vermischt und herausfordert.
- Glam: Abkürzung für Glamour, ein Stil, der in der Drag-Kultur oft angestrebt wird.
- Gender Expression: Die Art und Weise, wie eine Person ihr Geschlecht durch Kleidung, Verhalten und Aussehen ausdrückt.
- Glamazon: Eine große, glamouröse und beeindruckende Drag Queen.
H
- Hips: Polster, die verwendet werden, um die Hüften zu betonen und eine weibliche Silhouette zu erzeugen.
- House: Eine Gruppe oder Familie innerhalb der Ballroom-Kultur, oft angeführt von einem "Mother" oder "Father".
- Hustle: Das Geschäft oder die Tätigkeit, als Drag-Performer zu arbeiten.
- Highlight: Make-up-Technik, um bestimmte Gesichtszüge hervorzuheben.
I
- Illusion: Die Kunst, in Drag so überzeugend wie möglich als das andere Geschlecht auszusehen.
- Injectables: Kosmetische Injektionen wie Botox oder Filler, die verwendet werden, um das Aussehen zu verbessern.
- Impersonation: Das Nachahmen einer bekannten Persönlichkeit, oft von Drag-Performern.
J
- Judy: Slang-Begriff für einen Freund oder eine Freundin, besonders in der LGBTQ+-Community.
- J-Setting: Ein Tanzstil, der von den Jackson State University Majorettes inspiriert ist und in der LGBTQ+ Community beliebt ist.
K
- Kiki: Ein entspanntes Treffen oder eine Party, oft unter Drag-Performern oder in der LGBTQ+-Community.
- Kitten Heels: Kleine Absätze, oft von Anfängern in Drag getragen.
- Kaftan: Ein langes, fließendes Gewand, oft von Drag Queens getragen.
L
- Lip Sync: Das Singen zu einem voraufgezeichneten Lied, eine gängige Praxis in Drag-Shows.
- Look: Die Gesamterscheinung eines Drag-Performers, einschließlich Make-up, Kleidung und Accessoires.
- Lace Front Wig: Eine Perücke mit einem Spitzenansatz, der einen natürlicheren Haaransatz simuliert.
M
- Make-up: Kosmetika, die von Drag-Performern verwendet werden, um das Gesicht zu verändern und zu betonen.
- Mug: Ein anderer Begriff für das Gesicht eines Drag-Performers, besonders nach dem Schminken.
- Mop: Gutes Aussehen oder Kleidung stehlen, oft in der Ballroom-Szene verwendet.
- Masc: Kurz für maskulin, oft verwendet, um maskuline Eigenschaften oder Stile zu beschreiben.
- Mermaid Dress: Ein eng anliegendes Kleid, das sich am unteren Ende ausweitet, wie eine Meerjungfrauenflosse.
N
- Nails: Künstliche Nägel, die oft von Drag-Performern getragen werden, um den Look zu vervollständigen.
- Non-Binary: Eine Geschlechtsidentität, die nicht ausschließlich männlich oder weiblich ist.
O
- Opulence: Übertriebener Reichtum und Luxus, oft in Drag-Shows dargestellt.
- Outfit: Die Kleidung, die ein Drag-Performer trägt, oft sorgfältig ausgewählt und zusammengestellt.
- Outfit Reveal: Ein dramatischer Wechsel des Outfits während einer Performance, oft überraschend und beeindruckend.
P
- Padding: Polsterung, die verwendet wird, um Kurven zu erzeugen oder zu betonen.
- Passing: Als das andere Geschlecht wahrgenommen zu werden, ohne Verdacht zu erregen.
- Peacocking: Übertriebenes und auffälliges Verhalten, um Aufmerksamkeit zu erregen.
- Performer: Eine Person, die in Drag auftritt.
- Perfection: Ein Ausdruck für eine makellose Drag-Darbietung oder Erscheinung.
- Priscilla: Slang für eine Drag Queen, benannt nach dem Film "Priscilla, Queen of the Desert".
Q
- Queer: Ein Oberbegriff für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten, die nicht heterosexuell oder cisgender sind.
- Queening: Der Prozess, eine Drag Queen zu werden oder in Drag aufzutreten.
R
- Read: Jemanden kritisieren oder beleidigen, oft humorvoll und in der Drag-Kultur üblich.
- Realness: Die Fähigkeit, in Drag so realistisch wie möglich als das andere Geschlecht zu erscheinen.
- RuGirl: Eine Teilnehmerin der TV-Show "RuPaul's Drag Race".
- Rhinestones: Schmucksteine, die oft auf Kostümen und Make-up von Drag-Performern verwendet werden.
S
- Shade: Subtile oder indirekte Kritik, oft humorvoll.
- Sickening: Ein Ausdruck des Lobes, bedeutet fantastisch oder beeindruckend.
- Silhouette: Die Form oder Kontur des Körpers, oft durch Kleidung und Polsterung betont.
- Sissy That Walk: Ein Ausdruck, der von RuPaul geprägt wurde und bedeutet, stolz und selbstbewusst zu laufen.
- Sequins: Pailletten, die oft auf Kostümen für zusätzlichen Glanz verwendet werden.
- Snatched: Slang für ein besonders gut gemachtes Aussehen oder eine Frisur.
T
- Tucking: Die Technik, die Genitalien zu verstecken, um eine glattere Silhouette zu erzeugen.
- Tuck Tape: Ein spezielles Band, das beim Tucking verwendet wird.
- Transformation: Der Prozess, von der normalen Kleidung in Drag zu wechseln.
- Tea: Slang für Wahrheit oder Klatsch.
- Tens: Höchste Punktzahl bei Ballroom-Wettbewerben.
U
- Underdressed: Wenn ein Drag-Performer nicht genug Aufwand in sein Aussehen gesteckt hat.
- Unclockable: Wenn ein Drag-Performer so überzeugend ist, dass niemand merkt, dass sie in Drag sind.
- Underpainting: Eine Make-up-Technik, bei der dunkle und helle Farben aufgetragen werden, bevor die Grundierung aufgetragen wird.
V
- Voguing: Ein Tanzstil, der in der Ballroom-Szene populär ist, geprägt von modelartigen Posen und Bewegungen.
- Versatility: Die Fähigkeit, in Drag verschiedene Stile und Looks zu verkörpern.
- Vogue Femme: Eine weiblichere Form des Voguing, ein Tanzstil aus der Ballroom-Szene.
- Venus Extravaganza: Eine legendäre Drag Queen und prominente Figur in der Ballroom-Szene.
W
- Wig: Eine Perücke, die von Drag-Performern getragen wird, um das Aussehen zu verändern.
- Werk: Etwas gut oder erfolgreich machen, oft in Bezug auf eine Drag-Performance.
Y
- Yas: Ein Ausdruck der Zustimmung oder des Lobes, oft in der LGBTQ+-Community verwendet.
- Yassification: Das Verwenden von Make-up oder Filtern, um jemanden glamouröser oder weiblicher aussehen zu lassen.
Z
- Ze: Ein geschlechtsneutrales Pronomen, das einige nicht-binäre Personen bevorzugen.
- Zipper Dress: Ein Kleid mit einem Reißverschluss, oft einfach an- und auszuziehen.
- Zhoosh: Etwas aufwerten oder verbessern, oft in Bezug auf das Aussehen oder Kleidung.